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    Kreis Unna

Stadtfairkehr Nr. 24 - Frühjahr 2007 - Seite 2

Keine Rampe am Bahnhof Preußen

100.000 Euro fehlen

Von 2009 an wird am Bahnhof Preußen im Lüner Süden eine 150 Meter lange Straßenunterführung gebaut. Ein neuer Nordtunnel ersetzt die zu niedrige Unterführung an der Südseite des Bahnhofs und wird durch zwei Kreisverkehre mit Bebel- und Preußenstraße verknüpft.

Bereits 2002 hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Lünen angeregt, gleichzeitig eine behindertengerechte Rampe vom neuen Tunnel zum Mittelbahnsteig zu schaffen. Die Stadtverwaltung sagte eine Prüfung durch das beauftragte Ingenieurbüro zu. Doch der Vorentwurf für die Baumaßnahme enthält lediglich einen Treppenaufgang. Damit können Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Menschen mit Kinderwagen den Bahnsteig weiterhin praktisch nicht erreichen. Dabei werden insgesamt 12 Millionen Euro investiert.

Für nur 100.000 Euro könnte eine 50 Meter lange rollstuhlgerechte Rampe den Höhenunterschied (drei Meter) vom geplanten Geh-/Radweg der Unterführung bis zum Bahnsteig überwinden. Der Bahnsteig ist lang genug, hat mit sechs bis sieben Metern die notwendige Breite.

Im Umfeld des Bahnhofs Preußen liegen mehrere Betreuungseinrichtungen für Senioren. Beim Einsatz von 12 Millionen Euro Steuergeld sollten auch die Belange mobilitätsbehinderter Menschen berücksichtigt werden. Der VCD wird deshalb Kontakt zu Lüner Senioren- und Behindertenvertretungen, Verwaltungen und DB sowie zu  Politikern aufnehmen. Mitstreiter werden dringend gesucht. Die Zeit drängt, weil die Offenlegung des zugehörigen Bebauungsplanes Nr. 191 bereits in der ersten Jahreshälfe 2007 vorgesehen ist.           Jürgen Heidenreich Tel: 023 06 /96 31 03

Stand: 01.01.1970
     

   
 
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